Willkommen

Schlosskirche

Turm der Schlosskirche

Die Schweriner Schlosskirche befindet sich an der Nordseite des Schlosses und ist von außen durch seinen seitlich stehenden Glockenturm und den Choranbau zu erkennen.
Obwohl eine Kapelle in der Schweriner Burg erstmals für das Jahr 1486 belegt ist, darf mit Sicherheit auf das Vorhandensein einer gottesdienstlichen Stätte bereits in wesentlich früherer Zeit geschlossen werden. Am Ende des 15. Jahrhunderts lag die Kapelle im südwestlichen Bereich des Schlosses. Herzog Heinrich ließ in den Jahren 1503 bis 1507 einen spätgotischen Neubau errichten, dessen Gewölbe jedoch 1514 einstürzten, so dass ein erneuter Bau notwendig wurde.
Im Auftrag des Herzogs Johann Albrecht I. wurde 1560 mit dem Neubau der Schlosskirche an heutiger Stelle begonnen. Sie entstand in enger Anlehnung an die Schlosskapelle auf Schloss Hartenfels in Torgau, der ersten Kapelle, die speziell für den lutherischen Predigtdienst konzipiert wurde. Die Schweriner Schlosskirche wurde als rechteckiger Raum erbaut, der von eingeschossigen Emporen umzogen war.
Während der durch Friedrich Franz II. initiierten Umbaumaßnahmen am Schloss wurde die Kirche um einen neugotischen Chor mit prächtigen Glasfenstern und einer Empore auf der Südseite erweitert. Ein Triumphbogen stellt seitdem die Verbindung zwischen dem Chor und dem alten Kapellenraum her. An der dem Chor gegenüberliegenden Seite wurde die Fürstenempore und darüber die Orgel angebracht. Die Kirchendecke ist als Netzgewölbe angelegt, das - dem Trend der Zeit folgend - mit goldenen Sternen auf blauem Grund versehen wurde.
Im Jahre 1563 wurde die Schlosskirche als erster reformatorischer Kirchenbau Mecklenburgs eingeweiht.
Abgesehen von der Auswechslung der Verglasung der fünf Chorfenster am Ende des 19. Jahrhunderts und mehrerer Umbauten an der Orgel hat die Kirche seitdem keine wesentlichen Veränderungen erfahren.

näheres zu(r)